Die Donnerlöcher von Kienberg: das LfU meldet sich zu Wort

Liebe Vereinsmitglieder,

wie wir bereits prophezeiten, haben die Donnerlöcher von Kienberg und die momentane Berichterstattung in den Medien dem LfU, Abteilung Geologie, keine Ruhe gelassen, und so lesen wir einen neuen Beitrag auf der Webseite der Beamten vom LfU, den ein Forscher aus der CIRT-Gruppe als die „schwachsinnigste Darlegung, die ich je gesehen habe“ bezeichnet hat, und er fügt hinzu, dass wir das „denen auch sagen …“. Was wir hiermit tun.

Wie wir es vom LfU und seinen Geologie-Beamten gewohnt sind, werden Allerweltsweisheiten (die der Geologe im Studium zum Vordiplom lernt) – hier zur Entstehung von Erdfällen – aufgeführt, und es werden Falschaussagen getätigt, hier z.B. die, dass die Donnerlöcher im Kienberger Raum häufig auf eingedellten Acker- und Wiesenflächen zu finden seien.

Statt dass die Beamten in der Vergangenheit mal selbst zu Hammer, Schaufel und Messinstrumenten gegriffen haben, um die ganz anders gearteten Donnerlöcher von Kienberg einmal wissenschaftlich gründlich zu untersuchen, wird nunmehr wieder in die Mottenkiste der Verteufelung des Chiemgau-Meteoriteneinschlags gegriffen. Typisch für die Geologie-Beamten heisst es im Text des LfU :  „Die Geologen des LfU erfassen seit Jahrzehnten solche sogenannten Erdfälle in ganz Bayern.“

Man merke auf: Sie ERFASSEN die Erdfälle! Diese werden also vermutlich in Karten eingetragen, gezählt und unter der Rubrik „Erdfälle“ im Archiv abgelegt. Aber sie werden ganz offensichtlich NICHT UNTERSUCHT. Und genau das trifft insbesondere auch auf die Donnerlöcher von Kienberg zu. Das letzte Mal, dass das Phänomen von Kienberg die Amtsgeologen beschäftigt hat, liegt schon geraume Zeit zurück. Da sollte im betroffenen Raum eine Deponie errichtet werden. Als gerade im Hinblick auf voraussehbare Probleme mit den Donnerlöchern die Amtsgeologen befragt wurden, wusste man von dem seit Menschengedenken bekannten Phänomen der Donnerloch-Erdfälle gar nichts und deutete vage einen möglichen Zusammenhang mit der Eiszeit an. Soviel zu den von den Amtsgeologen „seit Jahrzehnten“ erfassten Erdfällen und der obigen Falschaussage bezüglich der Lage der Donnerlöcher. Woher wissen die Geologie-Beamten des LfU denn überhaupt etwas über die Lage?

Zur Ausschmückung ihres Donnerloch-Textes werden dann noch Fotos von den geologischen Orgeln im verbackenen Gestein von Oberschroffen gezeigt und diese als den Donnerlöchern von Kienberg vergleichbare Erdfälle vorgestellt. Für wie dumm halten die LfU-Geologen, die das hier präsentieren, eigentlich die Kienberger Einwohner der von den Donnerlöchern betroffenen Region? An Absurdität ist das Gebaren des LfU und seiner Geologie-Beamten mal wieder kaum zu übertreffen.

donnerloch Rabenden Im Gegensatz zu den Geologie-Beamten des LfU untersuchen die Forscher des CIRT das Phänomen der Donnerlöcher von Kienberg mit geologischen Aufnahmen und geophysikalischen Messungen. Hier ein Teilergebnis der geoelektrischen Messungen vom Samstag, 2.11. 2013, über dem jüngst entstandenen 8 m tiefen Donnerloch zwischen Rabenden und Kienberg. Ausführlicher wird sich ein Extra-Beitrag auf der Webseite mit diesen neuen Untersuchungen beschäftigen.