Dienstag, Mittwoch, Donnerstag: die drei letzten Tage der großen Ausstellung in Traunstein

Am Donnerstag, 30.4., 19:00 Uhr, Traunstein Ludwigstr. 10, Kunstraum Klosterkirche:

Abschlussveranstaltung der Ausstellung „Der Chiemgau-Komet – Zeugnisse einer vorgeschichtlichen Katastrophe“ mit Vortrag und Verlosung der drei Meteoriten aus dem Preisausschreiben zur Ausstellung.

Den Vortrag mit dem Titel

DER CHIEMGAU-IMPAKT: IGNORANZ, MEINUNGSMACHE, POLEMISCHE GLAUBENSBEKENNTNISSE UND DIE FAKTENLAGE hält Dr. Michael A. Rappenglück.

 VORHER um 18:00 Uhr: Jahreshauptversammlung des Chiemgau Impakt e.V.

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Zur Aussstellungs-EXTRASEITE

Donnerlöcher – eine kleine Nachlese

In der jüngsten Ausgabe des Magazins Land & Berge, 6/2014, ist ein Artikel mit dem Titel „Im Chiemgau tut sich die Erde auf“ zum Phänomen der Donnerlöcher im Raum Kienberg nördlich des Chiemsees zu lesen. Der vierseitige Beitrag des Autors Christian Rauch hebt sich ausgesprochen wohltuend von den sonst bei den Medien gewohnten Ausführungen zu diesem Thema ab.

Eher  weniger wohltuend war der Fernsehbeitrag vom 12. Oktober im ZDF, Reihe Terra Xpress, ebenfalls zum Thema Donnerlöcher, bei dem eine Menge wenig interessierender Lochbildungen auf der ganzen Welt gezeigt wurden, aber das ganz Besondere der Kienberger Donnerlöcher mit dem wissenschaftlich nachgewiesenen geologischen Hintergrund mehr oder wenig völlig auf der Strecke blieb. Stattdessen kamen wieder die unsinnigen geologischen Orgeln des Bayerischen Landesamtes für Umwelt (LfU, geologischer Dienst) zur Sprache und zum Anschauen, und ein vorgeführtes Experiment des LfU mit  Wassereinfüllen in ein kleines kiesgefülltes Glasgefäß konnte im besten Fall nur Kopfschütteln hervorrufen.

Der Saarland-Impakt – „in trockenen Tüchern“

Wichtiger Hinweis:

Seit einiger Zeit gibt es eine eigene Webseite zum Nalbach(Saarland)-Impakt, die HIER aufgerufen werden kann

Liebe Vereinsmitglieder und sonstige Leser(innen) dieser Seite,

in den vergangenen drei Jahren haben wir auf unseren Webseiten wiederholt über Funde und Berichte geschrieben, die einen größeren Meteoriteneinschlag (Impakt) im Saarland nahe der französischen Grenze nahelegten. Dort im Saarland war der Heimatforscher und Amateurarchäologe Werner Müller, der bei Geländebegehungen zum ersten Mal diese Funde gemacht und danach publiziert hatte, auf die großen Gemeinsamkeiten zu Funden und Befunden beim Chiemgau-Impakt aufmerksam geworden, was zu einer engen Kooperation und einer gemeinsamen Präsentation auf der Tagung der Meteoritical Society im vergangenen Jahr in Edmonton, Kanada, geführt hatte.

Etwas anders als in Oberbayern ist im Saarland die Vorstellung eines solchen spektakulären Ereignisses von den Behörden, Ämtern, lokalen Geologen und Mineralogen mit bemerkenswertem Interesse und bei voller Unterstützung z.B. durch das Landesdenkmalamt aufgenommen worden. Und es hat dazu geführt, dass die Universität Trier eine Weiterführung der Untersuchungen im Rahmen einer wissenschaftlichen Diplomarbeit ermöglicht hat. Diese Diplomarbeit von Nico Berger aus St. Ingbert-Hassel ist vor wenigen Monaten mit einer „sehr gut“-Bewertung fertig geworden und kann nunmehr im Publikationsforum Scribd gelesen und heruntergeladen werden. Dasselbe gilt für eine englische Zusammenfassung der Arbeit.

Diplomarbeit

Englische Zusammenfassung

Das „einschlägig“ wichtigste Ergebnis ist der eindeutige Nachweis von reichlich auftretenden sehr starken Schockeffekten, die in der Wissenschaft als Beweis für einen Meteoriteneinschlag gelten. Die Schockeffekte treten in Impaktgläsern und vor allem auch in deformierten und bis zum Schmelzen gebrachten Geröllen auf, wie sie in  gleicher Form im Kraterstreufeld des Chiemgau-Impaktes beobachtet werden. In der Diplomarbeit wird ausdrücklich ein Bezug zum Chiemgau-Impakt hergestellt, und es ist nunmehr absehbar, dass über eine mögliche Gleichzeitigkeit beider Impakte – Chiemgau und Saarland – verstärkt diskutiert wird.

Weiterlesen-Anklicken führt zu einer kleinen Zusammenstellung von Dünnschliff-Aufnahmen mit Schockeffekten aus der Diplomarbeit von Nico Berger.

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Das Donnerloch-Phänomen von Kienberg und der Chiemgau-Impakt: ein neues Kapitel

Helming Donnerloch Chiemgau-Impakt Liquefaktion

Liebe Vereinsmitglieder und sonstige Leser(innen) dieser Seite,

nachdem wir auf unseren Webseiten wiederholt über das Phänomen der Donnerlöcher und deren Häufung als plötzliche Erdfälle im Raum Kienberg nördlich vom Chiemsee berichtet haben, hat es erneut Anlass für einen ausführlicheren Beitrag gegeben, in dem auch wieder das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) und dessen Geologie-Abteilung eine Rolle spielen.

Anklicken und lesen!

„Tüttensee“ – „Tübinger See“ ?

Frage Tübinger See oder Tüttensee

Im letzten Beitrag zum Tüttensee in der Historie (http://verein.chiemgau-impakt.de/2013/08/chiemgau-impakt-der-tuttensee-krater-in-der-historischen-landkarte/) haben wir uns über die Namensunterschiede gewundert – in der historischen Karte wurde der Tüttensee als „Tübinger See“ bezeichnet. Inzwischen wurden zwei weitere Fundstellen aus dem 19. Jahrhundert entdeckt, in denen wiederum das Gewässer als Tüttensee in der gewohnten Schreibweise benannt wird.

Dabei handelt es sich um die 1847 verfasste „Geschichte des gräflich Torringischen Schlosses Pertenstein und der dazu gehörigen Hofmarken Marbang und Sondermanning“ von Friedrich Töpfer, in welcher der See nur als Immobilie erscheint. Die 1857 (2. Auflage) von Dr. Vincenz Müller erstellte Beschreibung „Die Mineral- und Soolen-Bad-Anstalt zu Traunstein“ enthält als Teil einer sogenannten Landpartie von Traunstein aus immerhin eine (sehr) kurze Vorstellung des Sees: Auf der Straße nach Grabenstätt liegt das Dorf Marwang, unweit davon der tiefe, fischreiche Tüttensee, einsam im Gehölze; so wie das Schloß Winkeln dem Freiherrn v. Crailsheim gehörig.

So bleibt weiterhin unklar, ob „Tübinger See“ tatsächlich eine alte Benennung des Tüttensees ist oder der Name in die historische Karte fehlerhaft eingetragen wurde (aus welchen Gründen auch immer). – Text: Andreas Neumair.

Der Dieb von Syktyvkar

Liebe Vereinsmitglieder,

der Chiemgau-Impakt scheint in Russland zumindest eine(n) besondere(n) Verehrer(in) zu haben. Auf der jüngst zu Ende gegangenen großen Mineralogen-Tagung der Russischen Akademie der Wissenschaften in Syktyvkar war unser DIN A0 Hochglanz-Poster über die aufregenden mineralogischen Befunde bei den Eisensiliziden aus dem Krater-Streufeld, die einmal mehr den kosmischen Ursprung belegen, am zweiten Tag verschwunden. Nach Auskunft der Tagungsleitung, die unser Poster ausdrücklich als „really quite impressive“ bezeichnet hat, ist das in der Geschichte der Tagung der erste Fall eines Poster-Diebstahls.

Wir wünschen, dass der oder die Personen, die das Poster entwendeten, viel Freude daran haben und es gründlich studieren. Alle anderen Chiemgau-Impakt-Interessierte verweisen wir auf ein Herunterladen des Posters aus dem Web. Den Zugang mit einigen zusätzlichen Erläuterungen findet man auf www.chiemgau-impakt.de durch Anklicken HIER.

Der Chiemgau-Impakt und Afrika

Liebe Vereinsmitglieder und sonstige Leser(innen) dieser Seite,

Sie werden vielleicht verwundert über diese Zusammenstellung sein und sich fragen, was Afrika mit unserem Impakt zu tun hat. In der Tat ist der Titel etwas provokativ und gleichzeitig die Überschrift über einen Beitrag, den Sie HIER anklicken können und der sich mit dem Wissenschaftsverständnis von Wolf Uwe Reimold (Berlin) und Christian Koeberl (Wien) beschäftigt, die ihren Artikel über „Impaktstrukturen in Afrika“ dazu benutzen, um einmal wieder gegen das  Chiemgau-Impaktereignis zu Felde zu ziehen.

Chiemgau Impact Research Team: Prof. Dr. Ioannis Liritzis ist neues Mitglied im CIRT

Liebe Vereinsmitglieder,

wir können uns glücklich schätzen und freuen uns, dass Prof. Dr. Ioannis Liritzis aus Griechenland, mit dem uns ja schon eine längere wissenschaftlich Zusammenarbeit mit gemeinsamen  Publikationen verbindet, jetzt auch zum CIRT gehört.

Mehr zu seiner Person und Persönlichkeit steht auf unseren  Chiemgau-Impakt-Webseiten:

http://www.chiemgau-impact.com/cirt/ 

http://www.chiemgau-impakt.de/cirt/

Gemeinsame Publikationen mit Prof. Liritzis et al.:

Liritzis, N. Zacharias, G.S. Polymeris, G. Kitis, K. Ernstson, D. Sudhaus, A. Neumair, W. Mayer, M.A. Rappenglück, B. Rappenglück (2010): THE CHIEMGAU METEORITE IMPACT AND TSUNAMI EVENT (SOUTHEAST GERMANY): FIRST OSL DATING. – Mediterranean Archaeology and Archaeometry, Vol. 10, No. 4, pp. 17‐33.  Vollständiger Artikel

K. Ernstson, C. Sideris, I. Liritzis, A. Neumair (2012): THE CHIEMGAU METEORITE IMPACT SIGNATURE OF THE STÖTTHAM ARCHAEOLOGICAL SITE (SOUTHEAST GERMANY). – Mediterranean Archaeology and Archaeometry, 12, No 2, 249-259.

vollständiger Artikel: Stöttham-Artikel

Barbara Rappenglück, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair, Dirk Sudhaus & Ioannis Liritzis (2010): The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany). – Antiquity, 84, 428-439.

Barbara RAPPENGLÜCK, Kord ERNSTSON, Ioannis LIRITZIS, Werner MAYER, Andreas NEUMAIR, Michael RAPPENGLÜCK and Dirk SUDHAUS: A prehistoric meteorite impact in Southeast Bavaria (Germany): tracing its cultural implications. – 34th International Geological Congress, 5-10 August 2012 – Brisbane, Australien.- Abstract

Barbara Rappenglück, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair, Dirk Sudhaus and Ioannis Liritzis (2011). Reply to Doppler et al. ‘Response to “The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany) (Antiquity 84)”’. Antiquity, Volume: 85  Number: 327  Page: 278–280

Chiemgau-Impakt: Die russische Akademie der Wissenschaften zu Besuch im Chiemgau

Liebe Vereinsmitglieder,

im Rahmen der seit etwa zwei Jahren existierenden offiziellen Kooperation zwischen dem Laboratorium für Diamant-Mineralogie im geologischen Institut der russischen Akademie der Wissenschaften in Syktyvkar und den Impakt-Forschern der CIRT-Gruppe weilte Dr. Tatyana Shumilova, renommierte Direktorin dieses Laboratoriums, für eine Woche im Oktober im Chiemgau zu gemeinsamen Geländearbeiten, Arbeiten am Mikroskop, Diskussionen und Vorbereitungen von neuen gemeinsamen Publikationen.

Dass Dr. Shumilova sozusagen als Verkörperung der wissenschaftlichen Forschung und von wissenschaftlichem Arbeiten zusammen mit den auswärtigen Forschern vom CIRT im schönen Hotel „Forelle“ in Siegsdorf vis-à-vis vom Mammut-Museum residierte, sei hier nur am Rande erwähnt. Dazu muss man verstehen, dass der Museums-Direktor Dr. Robert Darga sich beim Chiemgau-Impakt  bisher und jahrelang nur durch eine beispiellose Gegnerschaft hervorgetan, bis heute aber nicht eine einzige Untersuchung geschweige denn eine eigene wissenschaftliche Veröffentlichung zum Thema vorgelegt hat.

Nachfolgend sollen Sie in Text und Bild ein wenig an den gemeinsamen wissenschaftlichen Aktivitäten in dieser Woche teilhaben. Zum Vergrößern Bilder anklicken.

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