Achtung Änderung: Jahreshauptversammlung und öffentlicher Vortrag

Aus unvorhersehbaren Gründen können Jahreshauptversammlung und Vortrag NICHT im Grabenstätter Hof stattfinden. Wir weichen aus auf den Vortragsraum im Rathaus Grabenstätt/Schlossökonomie, über Tourist-Information/Impaktmuseum.

Die Jahreshauptversammlung des Vereins findet am 30. März 2012 um 19:00 Uhr nunmehr im Vortragsraum der Gemeinde Grabenstätt statt  Im Anschluss daran der öffentliche Vortrag:

Ausstellungseröffnung in Vachendorf – Raiffeisenbank am 18.1.2011 um 18 Uhr

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Chiemgau-Impakt und ein außergewöhnliches spätsteinzeitlich/bronzezeitliches Artefakt: Ausstellung in Vachendorf (Lkr. Traunstein) eröffnet.

Ausstellung eines prähistorischen Fundes in Vachendorf

Am 18.1. 2011 wurde in der Vachendorfer Filiale der Volksbank Raiffeisenbank Traunstein eine große Ausstellungsvitrine zur Vorgeschichte und Heimatkunde der Gemeinde vorgestellt. Grußworte an die rund 40 Gäste richteten Filialleiterin Fr.  Haas, Ortsheimatpfleger Josef Fischer, Bürgermeister Rainer Schroll, Kreisheimatpfleger Dr. Christian Soika sowie Josef Konhäuser, zweiter Landrat und erster Vorsitzender des Chiemgau Impakt e.V.
Anlass der Präsentation ist ein ungewöhnliches archäologisches Objekt, das von Vor- und Frühgeschichtler Till Ernstson bei geologischen Ausgrabungen des Chiemgau Impact Research Teams (CIRT) im Bereich des Tüttensees entdeckt und geborgen wurde. Es handelt sich um einen Artefakt-Rohling aus einem ungewöhnlich harten, weißen Quarzitgestein, der eine tief gehende Bohrung aufweist. Nach den Bearbeitungsspuren wurde sie vermutlich mit einem Holunderholz- oder Röhrenknochen-Hohlbohrer erzeugt. Diese Technik stellt das Werkstück in die ausgehende Jungsteinzeit oder Bronzezeit, das demgemäß etwa in der Zeit 3000 – 1000 v.Chr. entstanden sein dürfte und damit eines der ältesten Belege für die Besiedlung im Vachendorfer Raum ist. Die beabsichtigte Verwendung ist unklar; vorstellbar ist, dass es sich um einen Rohling für eine Prunkaxt gehandelt hat. Der Versuch, dafür eines der allerhärtesten Gesteine in einem besonderen Farbton zu verwenden, um etwas Einmaliges zu schaffen, gäbe Sinn. Bohrungen in einem derart harten Gestein aus vorgeschichtlicher Zeit sind sonst in Mitteleuropa wohl unbekannt, was die Bedeutung des Vachendorfer Fundes unterstreicht.
Genauso bedeutsam ist die Fundsituation in der vom CIRT bereits seit einiger Zeit geologisch und mineralogisch sehr intensiv untersuchten Trümmerschicht im Umfeld des Tüttensees, die nach den Vorstellungen der beteiligten Forscher unmittelbar bei der Formung der Tüttensee-Hohlform als Meteoritenkrater im sogenannten Chiemgau-Impakt entstand. So zeigt die Ausstellungsvitrine nicht nur das vorgeschichtliche Artefakt mit Erläuterungen zu seiner Fertigung, sondern spiegelt mit authentischen Fundstücken auch den geologischen Rahmen wider, in dem das Prunkstück zusammen mit typischen Impaktgesteinen mit allen Merkmalen extremer Drücke und Temperaturen sowie reichlich organischem Material (zerbrochene Knochen und Zähne, Haarbüschel, Holzsplitter, verkohltes Holz) angetroffen wurde. Für die Vorgeschichte gehören die Ausstellungsstücke zu der gegenwärtig weltweit einmaligen Dokumentation einer unvorstellbaren Naturkatastrophe, die auch über die damals hier lebenden Vachendorfer Urahnen hereingebrochen sein muss.
Bei der Präsentation gab Prof. Dr. Kord Ernstson von der Universität Würzburg einen kleinen Einblick in die Forschungsarbeiten. Dabei stellte er auch die in den letzten Jahren in internationalen Zeitschriften veröffentlichten wissenschaftlichen Artikel zum Chiemgau-Impakt mit Belegen in der Vitrine vor. Ein wissenschaftlicher Internetartikel zu dem Vachendorfer Artefakt kann unter http://www.bandkeramik.eu/Till%20Artikel.pdf aufgerufen werden.
Die Austellung wird noch die kommenden drei Wochen in der Schalterhalle der Bank gezeigt und findet dann im Rathaus von Vachendorf ihren Platz.

Vorstellung am 18.06.2010 um 19 Uhr in der Schloßökonomie Grabenstätt (am Rathaus)

Einladung für alle Interessierten und natürlich unseren Fördermitgliedern:

1.    Buchvorstellung:  „Chiemgau Impakt – ein bayerisches Meteoritenkraterfeld“. Autor Professor Kord Ernstson

Professor Ernstson stellt in diesem auch dem Laien verständlichen Buch die Erforschung des Chiemgau-Impaktes von den Anfängen bis heute in den großen Rahmen der weltweiten Impaktforschung, die seit hundert Jahren geprägt ist von aufregenden Erkenntnissen, aber auch von Widerständen, Missverständnissen und z.T. bitterbösem Forscherstreit. Am Ende dieses Buches kann sich jede Leserin, jeder Leser selbst ein Urteil zur Arbeit des CIRT-Forscherteams bilden, in dem auf glückliche Weise die örtlichen Heimatforscher als Entdecker des Phänomens mit den vielen Wissenschaftlern aus den verschiedensten Fachrichtungen zusammengefunden haben.

2.    ANTIQUITY – A quarterly review of World Archaeology
Vorstellung des im Juni-Heft erschienenen „peer reviewed“ Artikels:
“The fall of Phaethon: a Greco-Roman geomyth preserves the memory of a meteorite impact in Bavaria (south-east Germany)”
Authors: Barbara Rappenglück, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson, Werner Mayer, Andreas Neumair, Dirk Sudhaus and Ioannis Liritzis

ANTIQUITY ist eine der weltweit führenden wissenschaftlichen Zeitschriften auf dem Gebiet der Archäologie.

3. Vorstellung des „peer reviewed“ Artikels in den „Proceedings of the International Conference „Tunguska-2008“, Krasnoyarsk, June 27-29, 2008. Siberian Federal University, Krasnoyarsk, 2010, im Druck und bereits online im Internet:
The Chiemgau crater strewn field: evidence of a Holocene large impact     in southeast Bavaria, Germany.
Authors: Ernstson, K., Mayer, W., Neumair, A., Rappenglück, B., Rappenglück, M.A., Sudhaus, D. and Zeller, K.W.

Der Band der „Proceedings“ fasst die Beiträge der genannten Tagung in Form stark erweiterter Artikel von Autoren aus der ganzen Welt zusammen.

Museum

Seit Oktober 2009 gibt es ein kleines Museum zum Chiemgau-Impakt. Die permanente Ausstellung befindet sich in Grabenstätt, im Außengebäude des Rathauses in der Schlossökonomie. Die Organisation liegt bei der Gemeinde Grabenstätt, und als Autoren der Ausstellung zeichnet das CIRT (Chiemgau Impact Research Team).

Bildschirmfoto

Ort der Ausstellung: die Schlossökonomie, Rathaus Grabenstätt

In 17 Vitrinen ist eine große Anzahl von Funden zur Geologie, Petrographie und Mineralogie aus dem Kraterstreufeld zusammengestellt. Vergleichsstücke aus Industrie und sonstiger menschlicher Produktion finden sich ebenso wie Anschauungsstücke aus anderen Meteoritenkratern auf der Erde.

Ergänzt wird die Vitrinenpräsentation durch insgesamt 18 großformatige Poster, die den gesamten Themenbereich ausführlich mit Text und vielen Bildern erläutern.

Öffnung (zugänglich über Tourist-Information, Rathaus/Schlossökonomie)
Saison (Mitte Mai – Mitte September): Mo. – Do. 9:00 – 12:00 und 14:00 – 16:00; Fr. 9:00 – 12:00; Sa., So. 14:00 – 16:00.
Nebensaison (Mitte September – Mitte Mai): Mo. – Fr. 9:00 – 12:00, Do. auch 13:30 – 16:00;
1. und 3. Sonntag 14:00 – 16:00;
für Gruppen auch auf Anfrage (Tel. 08662-419680).

Einen kleinen Vorgeschmack vermittelt ein virtueller Besuch in Form einer Animation, die Sie hier anklicken können. Sämtliche Poster können Sie durch das Anklicken auf dieser Seite aufrufen.

Jahreshauptversammlung am 29.1.10

Liebe Mitglieder, liebe Freunde des Vereins,

hiermit lade ich Sie am 29.01.2010 um 19 Uhr in den Sailer Keller Traunstein zur Jahreshauptversammlung unseres Vereins ein.

Tagesordnung:

1. Begrüßung

2. Feststellung der Beschlussfähigkeit

3. Tätigkeitsbericht des Vorstandes

4. Kassenbericht

5. Bericht der Kassenprüfer

6. Diskussion

7. Entlastungen

8. Neuwahlen

9. Sonstiges

Im Anschluss findet ein Vortrag unter dem Titel:

„Streitfall Chiemgau-Impakt? Gute Gründe gegen konstruierte Kritik“

von Dr. Michael A. Rappenglück M.A. statt.

Der Vorstand des Vereins würde sich überaus freuen, Sie persönlich begrüßen zu dürfen.

Mit freundlichen Grüßen

Josef Konhäuser

(Erster Vorsitzender)

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Grabenstätt: Ausstellung zum Chiemgau Impakt wird neu eröffnet

Am 17. Oktober um 15 Uhr ist es soweit, die Ausstellung im alten Schloß, hinter dem Rathaus wird neu eröffnet.

Rückgebäude Rathaus Grabenstätt mit Touristinfo und Sonderausstellung Chiemgau-Impakt

Rückgebäude Rathaus Grabenstätt mit Touristinfo und Sonderausstellung Chiemgau-Impakt

Liebe Mitglieder und Freunde des Chiemgau-Impakt e.V., hiermit laden wir Euch zur Eröffnung der neugestalteten Ausstellung

Chiemgau-Impakt – ein bayerisches Meteoritenkraterfeld
Sonderausstellung in Grabenstätt

ein.
Die Eröffnung findet am 17.10.2009 um 15 Uhr im Rückgebäude des Grabenstätter Rathauses, im Rahmen der 1050-Jahr-Feier der Gemeinde Grabenstätt, statt. Die Ausstellung wurde bereits vor Jahren mit einfachsten Mitteln begonnen. Nun war es an der Zeit diese auf eine professionelle Basis zu stellen. Dank der Unterstützung einheimischer Unternehmen und der Gemeinde Grabenstätt war es jetzt möglich die Ausstellung neu zu gestalten und somit dem breiten Publikum die aktuellen Ergebnisse des Chiemgau-Impakt-Research-Teams näher zu bringen.

In der Zukunft soll die Ausstellung auch an Wochenenden dem Publikum zu festen Zeiten zugänglich gemacht werden. Wer von den Vereinsmitgliedern Zeit, Lust und Laune hat hier mitzuwirken ist herzlichst eingeladen mitzuhelfen.

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Jahresexkursion 2009 des CIRT

Hiermit laden wir alle Vereinsmitglieder und Interessierten ganz herzlich ein:att152513

– Besichtigung der neuen Ausstellung im Schloss Grabenstätt

– die Arbeit im Feld des Chiemgau-Impakt-Research-Teams live zu erfahren.

Jahresexkursion 2009

Wann:  24.10.2009 um 13 Uhr

Wo:  Treffpunkt Rathaus Grabenstätt

Dauer: ca. 2 Std.

Die Führung wird begleitet von:
Andreas Neumair (Dipl. -Geol. univ.), Werner Mayer, Hans-Peter Matheisl

Wir freuen uns Euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

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VHS-Traunstein: Vortrag Chiemgau-Impakt Pfarrsaal Hl. Kreuz, Traunstein

Kursnummer C0302
Titel Der “ Chiemgau-Impakt“ – Kometeneinschlag im südostbayerischen Raum
Info Vortrag – Werner MayerSeit dem Jahr 2000 stieß eine Gruppe von Heimatforschern im Raum zwischen Altötting und Traunstein nahe dem Chiemsee (Südost-Bayern) immer wieder auf eigenartige metallische Stücke im Untergrund, die sich als die extrem seltenen bzw. auf der Erde in natürlicher Form nicht vorkommenden Eisensilizid-Minerale Fe3Si (Gupeiit) und Fe5Si3, (Xifengit) erwiesen. Die Gruppe um Werner Mayer, die einen offiziellen Auftrag und eine entsprechende Genehmigung zur Suche nach archäologisch bedeutenden Objekten in der Region besaß, stellte fest, dass das ungewöhnliche Material regelmäßig in der Nähe von auffäligen Kraterstrukturen und an Stellen gefunden wurde, für die ein menschlicher Eintrag kaum vorstellbar war. Die Krater hatten meist einen ausgeprägten Ringwall; einige waren aber – deutlich sichtbar – duch Pflügen bereits eingeebnet worden.

Mit professioneller Untrerstützung von Wissenschaftlern aus den verschiedensten Forschungsbereichen wurde eine der größten, auf privater Initiative basierende, interdisziplinäre Forschung auf die Beine gestellt.

Der heutige Stand der Entdeckung mit all den inzwischen erbrachten neuen Befunden und gewonnenen Erkenntnissen wird in diesem Vortrag vorgestellt, wobei aber auch die wissenschaftliche Diskussion und Konflikte

nicht ausgespart bleiben. Einer der Höhepunkte der Forschung war die internationale Anerkennung des Tüttensees bei Grabenstätt, als „Impakt-Krater“ im Jahre 2008.

Abendkasse – Eintritt 8€ (Buchung online nicht möglich)

Datum Uhrzeit Dauer Dozent Raum Straße Ort
 
Di. 27.10. 19:30 – 21:00 Uhr 90 Min Werner Mayer   Schloßstraße 15 83278 Traunstein
Außenstelle  
Veranstaltungsort Pfarrsaal Hl. Kreuz; Schloßstraße 15
Dozent Mayer, Werner
Zeitraum Di. 27.10.2009 – Di. 27.10.2009
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