Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.

sauerkohl

In gewisser Weise wunderbar passend zum Museumstag im Impakt-Museum Grabenstätt und zum Erscheinen des neuen Flyers nutzen wir die Gelegenheit, das Wilhelm-Busch-Zitat in einen neuen Zusammenhang zu stellen.

Bei Wilhelm Busch (1832 – 1908)Max und Moritz – ist es Witwe Bolte, die für eine Portion von „dem Sauerkohle“ im Keller schwärmt.

Aufgewärmter Sauerkohl – daran erinnert stark ein neuer, ziemlich kläglicher Versuch der altbekannten Gegner des Chiemgau-Impaktes Robert Huber, Robert Darga und Hans Lauterbach, Front gegen die Forschungen zum Chiemgau-Impakt zu machen.

Auf der Tagung der EGU in Wien 2017 haben die Drei ein Poster präsentiert mit dem Titel: Pseudoimpactites in anthropocenically overprinted quaternary sediments (übersetzt: Pseudoimpaktite in anthropozän überprägten quartären Sedimenten)

Die Autoren sind: R. Huber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen, R. Darga, Leiter des Museums in Siegsdorf, H. Lauterbach, laut Poster und Abstract ohne irgendeine wissenschaftliche Zugehörigkeit oder erkennbare wissenschaftliche Qualifikation – vermutlich aber Hans Lauterbach aus Traunreut, der sich schon früher im Internet („Rimbao“) mit spaßigen „Analysen“ auf den Spuren des Chiemgau-Impaktes getummelt hat.

In dem Poster und dem zugehörigen Abstract, wohlgemerkt beides ohne ein einziges Literaturzitat, geht es um die seit mehr als 10 Jahren immer wieder aufgewärmten Argumente, sämtliche Impakt-Funde und -befunde hätten einen eiszeitlichen oder menschlichen Bezug. Nein …. wir wollen den Sauerkohl nicht auch noch wieder aufwärmen.

Aber bedanken wollen wir uns bei den Dreien für das feine Gelingen, dass international erneut Werbung für die gründlichere Beschäftigung mit dem Chiemgau-Impakt und seiner wissenschaftlichen Erforschung gemacht wurde.

Damit auch Sie, liebe Leser(innen) unserer Webseite, in den Genuss kommen – hier die Links zu Abstract und Poster

Und mit Blick auf die drei Autoren wollen wir wiederum mit Wilhelm Busch schließen:

Oft ist das Denken schwer – indes,

das Schreiben geht auch ohne es.

Gedanken sind nicht stets parat, 
man schreibt auch, wenn man keine hat.

 

Chiemgau-Impakt: Neuauflage des Flyers für das Impakt-Museum Grabenstätt

Liebe Besucher(innen) unserer Chiemgau-Impakt e.V. Webseite,

begleitend zum Internationalen Museumstag ist ein Neudruck des Flyers für das Impakt-Museum in Grabenstätt fertig geworden. Nach der Erstauflage 2009 und einem Nachdruck 2013 fanden wir es an der Zeit, die vielen neuen, zum Teil spektakulären Funde und Befunde zum Chiemgau-Impakt (Chiemsee-Doppelkrater, Chiemsee-Tsunami, Mikrotektite, Diamant im Chiemit, seltene Eisensilizide mit ungewöhnlichen Mineraleinschlüssen als vermutetes meteoritisches Material, Digitale Geländemodelle von einer Vielzahl neuer Krater, Bodenradar-Messungen über den Tüttenseekrater-Ringwall) einzubeziehen.Bildschirmfoto 2017-05-21 um 16.09.31 Bildschirmfoto 2017-05-21 um 16.10.00

Für ganz Eilige, die sich rasch einen kurzen Überblick über diese neuen sowie ältere Forschungsergebnisse verschaffen oder auf den Geschmack eines Museumsbesuchs kommen wollen, folgen die einzelnen Flyer-Seiten in lesbarer Größe. Weiterlesen

Internationaler Museumstag – Impakt-Museum Grabenstätt

Am Sonntag, 21.5.2017, findet wieder der „Internationale Museumstag 2017“ statt. Aus diesem Anlass werden wir das Museum in Grabenstätt von 14 bis 18 Uhr geöffnet haben. Wir würden uns freuen, wenn Ihr/Sie die Zeit findet/finden und unserem kleinen Museum einen Besuch abstattet/abstatten. Eine günstige Gelegenheit, da parallel  in Grabenstätt auch der Maimarkt stattfindet!

Dieser Internationale Museumstag erinnert daran, dass die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern unser Museum in das Museumsportal, www.museen-in-bayern.de, aufgenommen hat. Aus der Seite des Museumsportals:

Bildschirmfoto 2017-05-18 um 18.48.13

Impakt-Museum Grabenstätt Chiemgau-Impakt Bildschirmfoto 2017-05-18 um 18.47.56

 

Neuer Artikel zum Chiemgau-Impakt mit überraschenden Ergebnissen

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Besucher(innen) dieser Webseite,
Impaktforschung findet bekanntermaßen schwerpunktmäßig im Gelände oder im Labor statt, und eine reine Schreibtisch- bzw. Computer-Arbeit wird man eher nicht damit in Verbindung bringen. In dem (vorerst nur auf Englisch erschienenen) Artikel

The Digital Terrain Model (DTM) and the evaluation of known and the search for new craters in the Chiemgau meteorite impact strewn field [Anklicken zum Herunterladen]

wird über genau eine solche Arbeit, die die Impaktforschung zum Chiemgau-Impakt mit neuen Ergebnissen erheblich bereichert, berichtet.

Chiemgau Impakt Digitales Geländemodell Krater

Es handelt sich dabei um das Digitale Geländemodell DGM 1, das ein neuartiges Verfahren ist, die Geländeoberfläche mit einem LIDAR genannten, lasergestützten Scannen zu erfassen. Bei einem digitalen Messpunktraster von 1 m und einer vertikalen Auflösung von 20 cm stellt sich die reine Bodenoberfläche ohne störende Gebäude und Vegetation einschließlich von Wäldern dar. Computer-Darstellungen in Form von topographischen Karten mit Höhenlinien, wählbar zu beleuchtenden Schummerungs- und 3D-Karten und weitere Ergebnisse der Datenverarbeitung bieten in jüngster Zeit vermehrt erstaunlich aussagekräftige Bilder für viele Zwecke der geologischen Bearbeitung und in Ergänzung zu geophysikalischen Messungen. Bei der jetzigen Arbeit mit dem DGM 1 stehen insbesondere die Meteoritenkrater (nachgewiesene und vermutete) im Vordergrund, und es mag verblüffend klingen, dass die mit dem DGM 1 extrem hochaufgelösten Kraterformen zu einer beweiskräftigen Methode geworden sind, eine menschliche Konstruktion auszuschließen. Das gilt auch für alle Bestrebungen einiger weniger noch verbliebener Gegner des Chiemgau-Impaktes, nach wie vor die Krater generell als  Eiszeitlöcher zu „verkaufen“.

Chiemgau-Impakt: Ein Rückblick 2016

Liebe Vereinsmitglieder, liebe interessierte Leser(innen) dieser Seite,

in wenigen Stunden geht dieses Jahr zu Ende, ein Anlass, kurz die wesentlichen Tätigkeiten unserer Forschung mit ihren wichtigsten Ergebnissen sowie begleitenden Ereignissen Revue passieren zu lassen. Das soll ohne lange Texte geschehen und sich vor allem auf viele Bilder stützen, die Sie zu einem Teil bereits in früheren Artikeln auf den Chiemgau-Impakt-Webseiten gesehen haben und die an eben diese Artikel ebenso wie an ein insgesamt erfolgreich verlaufenes Jahr 2016 erinnern sollen.

eglsee-wasserkrater Impakt-Spielerei in der Kiesgrube Eglsee

Bodenradarmessungen

In Fortführung der Bodenradarmessungen des vergangenen Jahres, wurden von unseren tschechischen Kollegen Dr. Pavel Kalenda und Ing. Rudolf Tengler aus Prag diese Messungen mit Profilen am Tüttensee fortgesetzt und vorläufig beendet. Und das Resultat dieser nunmehr rund um den Krater und auf dem Wasser durchgeführten Messungen heißt einmal mehr: Den Messungen (Zitat OVB online) „…..zufolge stehen die entdeckten deformierten Schichten in völligem Widerspruch zu der von regionalen Geologen vorgetragenen Behauptung, dass der Tüttensee ein eiszeitliches Toteisloch sei. Die Georadar-Ergebnisse bestätigten vielmehr die vom CIRT mit vielfachen Belegen untermauerte These, dass der Tüttensee-Kessel durch einen Meteoriteneinschlag entstanden ist. Vorsitzender [des Forschungsfördervereins] Konhäuser stellte klar: „Das Toteisloch ist kaputt – endgültig“.

Weitere Bodenradarmessungen zusammen mit den CIRT-Forschern wurden von Geophysikern aus Bonn und Mülheim a.d. Ruhr vorgenommen. Dabei ging es einmal um Vergleichsmessungen verschiedener Radar-Equipments am Tüttensee-Ringwall, um Messungen in einem weiteren neu entdeckten 50 m-Krater (Purkering) , um Messungen über Tsunami-Ablagerungen in verschiedenen Kiesgruben im Randbereich des Chiemsees sowie um Messungen zu archäologischen Befunden in Chieming zusammen mit Ortsheimatpfleger Hubert Steiner.

Bodenradarmessungen Tüttensee Chiemgau-Impakt Abb. 1. Bodenradar-Vergleichsmessungen mit verschiedenen Apparaturen am Tüttensee. Weiterlesen

Neue Gelände-Kampagnen der CIRT-Forschergruppe zum Chiemgau-Impakt – Impakt-Tsunami – ein neuer 50 m-Krater – Geophysik: Bodenradar und Geomagnetik

Chiemsee Tsunami KreuzschichtungLiebe Vereinsmitglieder, liebe interessierte Leser dieser Seite,

der Verein Chiemgau-Impakt ist ein gemeinnütziger Verein mit dem Ziel der Forschungsförderung, und so ist es nur recht und billig, dass über den Fortgang der Forschungen zum Chiemgau-Impakt und ihre Ergebnisse nicht nur in Fachzeitschriften und auf Kongressen berichtet wird, sondern auch der Bevölkerung in einigermaßen allgemeinverständlicher Form Rechenschaft über das Tun der Forschergruppe abgelegt wird. So hat sich in den letzten Wochen und Monaten wieder einiges getan. Die tschechischen Kollegen aus Prag haben ihre Hochleistungs-Bodenradarmessungen am Tüttensee-Krater fortgesetzt und die Messungen nunmehr um den ganzen See herum zu einem vorläufigen Ende gebracht. Der klare Befund wurde weiter untermauert: Die Toteis-Hypothese lokaler Geologen und der Amtsgeologen vom LfU ist ein für allemal „tot“, und ein Meteoriteneinschlag erweist sich als die einzige überzeugende Erklärung für die geologischen, geophysikalischen und mineralogisch-petrographischen Resultate der vergangenen Jahre.

Bodenradar-Messungen standen auch im Mittelpunkt einer umfangreichen vergleichenden geophysikalischen Untersuchung mit Apparaturen von Herstellern aus den USA und der Ukraine, für die geologische Objekte des Chiemgau-Impaktstreufeldes (Impakt-Tsunami-Ablagerungen, Krater-Strukturen) sowie archäologische Objekte in Chieming am Chiemsee ausgewählt wurden.

Geophysik auch in Form neuer Magnetfeldmessungen auf Profilen über den Ringwall des Tüttensee-Kraters, auf einem Profil durch den Bergham-Krater und auf Profilen durch einen neu identifizierten Krater nordöstlich von Trostberg. Dieser Purkering-Krater (Hinweis T. Marx) ist ein Paradebeispiel für einen kleineren sehr jungen Meteoritenkrater. Er hat ca. 50 m Durchmesser, einen Ringwall und ist zum ersten Mal im hochauflösenden Digitalen Geländemodell DGM1 aufgefallen. Das DGM1 ist ein neuartiges Verfahren, das die Geländeoberfläche mit einem LIDAR genannten, lasergestützten Scannen erfasst. Bei einem digitalen Messpunktraster von 1 m und einer vertikalen Auflösung von 20 cm stellt sich die reine Bodenoberfläche ohne störende Gebäude und Vegetation (selbst in Wäldern) dar. Darstellungen in Form von hochauflösenden topographischen Karten sowie wählbar zu beleuchtenden Schummerungskarten bieten in jüngster Zeit vermehrt erstaunlich aussagekräftige Bilder für viele Zwecke der geologischen Bearbeitung.

Der geologische Aufschluss in der Kiesgrube Eglsee mit dem spektakulären Bild charakteristischer Tsunami-Ablagerungen, die der Einschlag in den Chiemsee mit der Bildung eines Doppelkraters am Seeboden hinterlassen hat, hat unmissverständlich „aufgefordert“, die weiteren Kiesgruben in der Umrandung des Chiemsees auf Auswirkungen des Tsunamis zu erkunden. Mit ziemlichem Erfolg! – was dann dazu geführt hat, diese charakteristischen Ablagerungen auch mit dem Bodenradar zu erkunden. Interessant dann der naheliegende Vergleich von direktem „geologischem Blick“ auf die Abbauwände mit der geophysikalischen Aussage des Bodenradars!

Auch ein neuer kleinerer Krater (Mauerkirchen 2) unweit des bereits ausführlicher beschriebenen Kraters Mauerkirchen wurde untersucht mit der Feststellung der charakteristischen Eigenschaften magnetischer Anomalien und des bekannten impakt-typischen Gesteinsinventars.

Nachfolgend zeigen wir mit jeweils kurzen Erläuterungen ein vielfältiges Bildmaterial zu den verschiedenen Themen-Bereichen.

Der neue Krater von Purkering

Krater Purkering Chiemgau-Impakt Abb. 1. Digitales Geländemodel des Kraters Purkering mit flachem, aber deutlich ausgeprägtem Ringwall. Höhenlinien im 10 cm-Abstand.

 

Chiemgau-Impakt Krater Purkering mit RingwallAbb. 2. 3D-Oberfläche des Geländes nach dem DGM1 mit dem Purkering-Krater.

Chiemgau-Impakt Krater Purkering DGM1 GradientAbb. 3. Der sog. Horizontalgradient der Geländehöhen (= Gefälle in m/m) vermittelt ein stark erhöhtes Auflösungsvermögen. Damit wird deutlich, das der Hauptkrater mit ca. 50 m Durchmesser im Südosten von kleineren Strukturen begleitet wird, was ein Hinweis auf den Einschlag eines zerbrochenen Projektils ist.

Chiemgau-Impakt Purkering-KraterAbb. 4. Aufnahme des Purkering-Kraters im Gelände. Nach der Geologischen Karte von Bayern 1 : 25 000, Blatt Trostberg (München 1982, bearbeitet von Gerhard Doppler), besteht der Untergrund aus Riß-eiszeitlicher Schottermoräne mit Lößlehm – Fließerdeüberdeckung. Die auffällige Form des Purkering-Kraters mit Ringwall wird in Karte und Erläuterungen nicht erwähnt.

Chiemgau-Impakt Google Earth Purkering-KraterAbb. 5. Der Purkering-Krater in einer Google Earth Luftaufnahme. Der kiesige Impakt-Auswurf der Schottermoräne ist sehr schön an der hellen Färbung zu erkennen. Auch hier zeigt sich, dass im südöstlichen Randbereich des Kraters noch mehr passiert ist.

Purkering-Krater Ebinger Magnetometer Chiemgau ImpaktAbb. 6. Magnetfeld-Messung im Purkering-Krater mit EBINGER Magnetometer-Gradiometer MAGNEX 120LW und digitaler Datenerfassung.

Bodenradar-Messungen

Chiemgau-Impakt Bodenradar 1Abb. 7. Barbara Rappenglück (CIRT) und Geophysiker Jens Poßekel mit der Bodenradar-Anlage VIY3-300 (Transient Technologies) bei der Messung in einer Kiesgrube bei Erlstätt ….Chiemgau-Impakt Bodenradar 2Abb. 7. …. und bei der Untersuchung der Tsunami-Ablagerungen von Eglsee ….

Bodenradar Chiemgau Impakt 4Abb. 8. … sowie bei der ersten Begutachtung des Radargramms im Gelände.

Bodenradar Chiemgau Impakt PurkeringAbb. 9.  Dr. Markus Janik (rechts) vom Geophysik-Büro Geofact in Bonn und Geophysiker Jens Poßekel (Büro Mülheim an der Ruhr) mit Apparatur GSSI 200 MHz im Krater Purkering drei Wochen nach der Aufnahme von Abb. 4.

Bodenradar Archäologie ChiemingAbb. 10. Jens Poßekel und Dr. Markus Janik bei einer archäologischen Sondierung in Chieming am Chiemsee mit der Bodenradar-Apparatur VIY3-500 (Transient Technologies).

Bodenradar Archäologie Chieming 2Abb. 11. Die Geophysiker aus Bonn und Mülheim an der Ruhr zusammen mit Ortsheimatpfleger Hubert Steiner aus Chieming mit Bodenradar-Apparatur GSSI 400 MHz.

Bodenradar Chiemgau-Impakt 3Abb. 12. Noch einmal die Apparatur GSSI 200 MHz  auf dem Ringwall des Tüttensee-Kraters …Bodenradar Chiemgau-Impakt 4Abb. 13. … und beim Anstieg zum Kraterwall.

Radargramm ChiemingAbb. 14. Charakteristisches Radargramm: Anomalien vermuteter archäologischer Objekte in Chieming.

Magnetfeld-Messung Krater Bergham

bergham-krater Chiemgau-ImpaktAbb. 15. Der Bergham-Krater mit ca. 150 m Durchmesser. Früher einmal mit Wasser gefüllt (nach historischen Fotos), wurde er trockengelegt und mit Schotter und Boden (nach den Magnetik-Messungen wohl auch mit Müll s. Abb. 16) aufgefüllt.

Chiemgau-Impakt Magnetometer MAGNEX 120 LWEBINGER MAGNEX Magnetometer Gradiometer

Abb. 16.  Magnetfeldmessungen auf einem diametralen Profil durch den Bergham-Krater (oben) mit EBINGER Magnetometer-Gradiometer MAGNEX 120 LW und digitaler Datenerfassung mit EPAD®-Datenlogger (unten).

Krater Mauerkirchen 2

Chiemgau Impakt Krater Mauerkirchen 2Abb. 17. Schurf und Probennahme im Krater Mauerkirchen 2.

Deformierte Gerölle Krater Mauerkirchen 2 Abb. 18. Typische impakt-„malträtierte“ Gerölle aus dem Krater Mauerkirchen 2.

Suszeptibilität Messung Krater Chiemgau ImpaktAbb. 19. Geophysik: Bodenmagnetische Suszeptibilitätsmessungen.

Magnetometer Gradiometer EBINGER MAGNEX Krater Chiemgau ImpaktEBINGER Impuls-Elektromagnetik UPEX Mauerkirchen 2-KraterAbb. 20. Geophysik: Magnetometer-Messung (EBINGER MAGNEX 120 LW) und Puls-Induktionsmessung (EBINGER UPEX).

Tsunami-/Impakt-Ablagerungen in Kiesgruben um den Chiemsee herum

Natzing Tsunami-Ablagerung ChiemseeAbb. 21. Kiesgrube Natzing mit impakt-„malträtierten“ obersten Ablagerungen.

Natzing Tsunami-Ablagerung ChiemseeAbb. 22. Aus der Impakt-Schicht Kiesgrube Natzing.

Vachendorf Kiesgrube Tsunami SedimenteAbb. 23. Kiesgrube Vachendorf: vermuteter Tsunami-Diamiktit über liegender Kiesschichtung.

vachendorf bunte brekzie tsunami diamiktit Vachendorf Bunte-brekzie 2 Tsunami ChiemseeAbb. 24. „Bunte Brekzie“ aus der hangenden dunklen Schicht in Abb. 23. Die Ähnlichkeit zur Katastrophenschicht am Mühlbach zwischen Vachendorf und Tüttensee ist unübersehbar.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-ImpaktAbb. 25. Kiesgrube Innerlohen: Diamiktit, Blocklagerung, angedeutete Kreuzschichtung. Details in den folgenden Abbildungen.

Tsunami Chiemsee Blocklagerung DiamiktitAbb. 26. Kiesgrube Innerlohen: Detail der Blocklagerung mit scharfkantigen Blöcken.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt InnerlohenAbb. 27. Kiesgrube Innerlohen: Detail des bunten Diamaktits.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt LunzbergAbb. 28. Kiesgrube Lunzberg w‘ von Erlstätt: vermuteter Tsunami-Diamiktit, der sich in die Normallagerung erosiv eingetieft hat.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt Lunzberg 2Abb. 29. Kiesgrube Lunzberg: Die Nahaufnahme des Diamiktits von Abb. 28 zeigt Kreuzschichtung als Hinweis auf eine Tsunami-Ablagerung.

Kiesgrube Lunzberg – zwei Wochen später:

Fluch und Segen des Kiesabbaus: Wunderschöne geologische Aufschlüsse verschwinden rasch – um teilweise noch schöneren Platz zu machen.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt Lunzberg 3Abb. 30. Kiesgrube Lunzberg mit neu geschaffener Abbauwand: Diamiktit-Gefüge mit eingeschalteter „Klaviatur“-Schrägschichtung mit dicht abwechselnden Lagen aus Kies (hell) und Sand (dunkel). Details in den nachfolgenden Bildern,

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt Lunzberg Kreuzschichtungbildschirmfoto-2016-09-27-um-17-08-11Abb. 31: Kiesgrube Lunzberg mit diamiktitischer Tsunami-Ablagerung. Das eingeschaltete dünne Band mit Schrägschichtung hat partienweise ein Fischgräten-Gefüge, was in vermutlich sehr kurzem Abstand gegensinniges Fließen bei der Ablagerung dokumentiert. Unten: Nahaufnahme.

Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt Lunzberg

Abb. 32. Kiesgrube Lunzberg mit diamiktitischer Tsunami-Ablagerung. Dieses extrem komplexe Ablagerungsgefüge mit einer Verzahnung von scharf begrenzten „Figuren“ signifikant unterschiedlicher Korngrößen ist für eine Ablagerung eines Gletscherflusses unvorstellbar.Tsunami Diamiktit Chiemsee Chiemgau-Impakt Lunzberg KreuzschichtungAbb. 33. Die Schluff-Linse von Abb. 32 im Detail ihrer Einlagerung und inneren Kreuzschichtung.

Förderverein Chiemgau-Impakt: (Spät-) Sommerfest Gasthof Forelle Siegsdorf

Gasthof Forelle SiegsdorfGasthof Forelle Siegsdorf

Liebe Freunde und Mitglieder des Chiemgau Impakt e.V., 

wie jedes Jahr möchten wir Euch zum Sommerfest in den Gasthof Forelle, Siegsdorf einladen. 

Termin: Samstag 03.09. 2016 ab 19 Uhr

Gasthof Forelle Traunsteiner Str., 83313 Siegsdorf

In einer lockeren, legeren und gut gestimmten Gesellschaft das eine oder andere Gespräch führen, egal ob Impakt oder andere Themen. Im Vordergrund steht auch an diesem Abend die Förderung der Gemeinschaft des Vereins.

Die Vorstandschaft würde sich freuen, Euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

Mit lieben Grüßen, 

Hans-Peter Matheisl (Schriftführer)

 Gasthof Forelle Siegsdorf Anfahrt

Die Kienberger Donnerlöcher auf dem Gautrachtenfest Peterskirchen

Eine Präsentation des Chiemgau Impact Research Team CIRT) – und wie es das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) weiterhin mit den Donnerlöchern hält.

Auf dem diesjährigen Gautrachtenfest vom 15. – 24 Juli in Peterskirchen im Chiemgau hatten umliegende Ortschaften die Möglichkeit, sich mit einer gemeindetypischen Besonderheit im Rahmen einer Ausstellung zu präsentieren.

Kienberg und die Donnerlöcher – schon fast ein Markenzeichen dieser Gemeinde! Demgemäß hatte die Gemeinde die Chiemgau-Impaktforscher aufgefordert, ihre geologischen und geophysikalischen Untersuchungen der letzten Jahre, mit denen das Rätsel der Entstehung der Donnerlöcher im Zusammenhang mit dem Kometen-Einschlag (Chiemgau-Impakt) ganz offensichtlich gelöst ist, vorzustellen. Die vier großformatigen A0-Poster, die den Besuchern vorgeführt wurden, präsentieren wir hier noch einmal zum Anklicken (direkt auf die Bildchen klicken!).

Kienberg Poster CIRT Chiemgau Impakt Donnerlöcher   Die Poster auf der Ausstellung und Ortsheimatpfleger H. Schiebl.

Donnerlöcher 1      Donnerlöcher 3

Donnerlöcher 2        Donnerlöcher 4

Dann möchten wir nicht versäumen, auch das LfU, dem ebenfalls die Möglichkeit einer Präsentation auf dem Fest gegeben war, zu Wort und Bild kommen zu lassen. Anklicken der Poster, die auf der amtlichen Seite des LfU stehen und die Entstehung der Donnerlöcher aus Sicht der Amtsgeologen beleuchten, kann hier getätigt werden:

http://www.lfu.bayern.de/veranstaltungen/doc/ausstellung_donnerloecher.pdf

Was lernen wir aus der Gegenüberstellung der neuesten Forschungsergebnisse des CIRT mit dem Schubladen-Denken und -Argumentieren der Amtsgeologen und ihrer Verweigerung, wissenschaftlich zu arbeiten, neue Erkenntnisse aufzunehmen und diese – wie es sich in der Wissenschaft gehört – sorgfältig zu zitieren? Wir lernen nichts Neues, da das LfU sich seit zehn Jahren nach allen Kräften bemüht, den Chiemgau-Kometen und die wissenschaftliche Erforschung dazu nach bestem unwissenschaftlichen Vorgehen zu bekämpfen oder einfach zu ignorieren. Die Ausstellung auf dem Gautrachtenfest hätte das einmal wieder nicht besser demonstrieren können.