Lunar & Planetary Science Conference (LPSC) 2019: Beiträge zum Chiemgau-Impakt

Lunar & Planetary Conference

Drei Posterbeiträge zur Konferenz: Lunar & Planetary Science Conference (LPSC 2019, 18.- 22. März, The Woodlands, Texas). Anklicken der Beiträge bringt jeweils die bereits im Internet veröffentlichten ABSTRACTS. Deutsche Übersetzung der Kurzfassungen weiter unten.

Jens Poßekel, Kord Ernstson: Anatomie junger Meteoritenkrater in einem weichen Einschlaggebiet (Chiemgau Impaktstreufeld, SO-Deutschland) aus Bodenradar-Messungen (GPR).

Wir berichten über geophysikalische Bodenradar-Messungen (GPR) an fünf Meteoriten-Einschlagskratern in einem Lockergesteinsuntergrund mit Durchmessern zwischen 11 m und 1300 m.

Frank Bauer, Michael Hiltl, Michael A. Rappenglück, Kord Ernstson: Trigonale und kubische Polymorphe (Hapkeit) in einem acht Kilogramm schweren Fund von natürlichem Eisensilizid bei Grabenstätt (Chiemgau, Südost-Deutschland).

EBSD (Electron Back Scatter Diffraction)-Analysen weisen trigonale und kubische Fe2Si-Polymorphe (Hapkeit) in einem 8 kg schweren Eisensilizid-Brocken aus dem Chiemgau Meteoriten-Impaktstreufeld nach.

Barbara Rappenglück, Michael Hiltl, Kord Ernstson: Metallische Artefakte in einer schock-metamorphen Impakt-Brekzie: ein erweiterter Blick auf die archäologische Ausgrabung von Stöttham (Chiemgau, SO-Deutschland).

Wir berichten über Artefakt-Reste in einer Suevit-Brekzie aus einer Katastrophen-Impaktschicht, eine bisher einmalige Beobachtung innerhalb einer archäologischen Stratigraphie.

Guter Jahresausklang: Umfangreicher Artikel zum Chiemit im Druck erschienen

 

Neue ERGÄNZUNG am Ende des Beitrags!

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Liebe Leser(innen) und Besucher(innen) unserer Seite,

Das Chiemgau-Impakt/CIRT-Vereins-Jahr endet mit dem gerade jetzt im Druck erschienenen ausführlichen Artikel zu unserem mittlerweile wohlbekannten Chiemit-Impaktgestein, das nach allen Regeln der – mineralogischen und petrographischen – Kunst untersucht wurde. Mit diesem Link gelangen Sie  zu unserer www.chiemgau-impakt.de -Seite, wo mehr dazu (Abstract, Zusammenfassung in Deutsch usw.) zu lesen ist.

Sie werden sich möglicherweise wundern, dass dieser umfassende „highlighting“ Artikel zum Chiemgau-Impakt und zum Chiemit in einer chinesischen Zeitschrift gedruckt ist. Dazu ist anzumerken, dass unglücklicherweise die „große Politik“ auch die Wissenschaft nicht verschont. Wie unsere russischen Kolleg(inn)en und Koautor(inn)en erzählen, haben sie immer wieder feststellen müssen, dass ihre bei amerikanischen Zeitschriften eingereichten Artikel teilweise mit absurden und lächerlichen Argumenten bereits im ersten Schritt vom Editor (d.h. ohne überhaupt zum Peer Review zugelassen zu werden) abgelehnt wurden, und dass es wohl ein offenes Geheimnis ist, dass russische Autoren teilweise direkt boykottiert werden. Nichts unterstreicht das besser als z.B. die Liste bei der renommierten amerikanischen Mineralogen-Zeitschrift „American Mineralogist“, in der das gesamte Editorial Board mit Namen, Herkunft und e-Mail-Adressen aufgeführt sind. Unter den 74 (!) Mitherausgeber(inne)n aus aller Welt (darunter 6 aus Deutschland, 6 aus Frankreich, 5 aus Großbritannien, weitere aus Italien, Österreich, Norwegen, Argentinien, Japan usw., Zahlen für 2018) findet sich niemand (!) aus Russland oder aus den ehemaligen Sowjetrepubliken.

Die Zeitschrift Acta Geologica Sinica (English Edition), bei der wir jetzt gedruckt wurden, sieht das anders, und wir sind keineswegs unglücklich, dass unser Artikel dort nach Peer Review (drei internationale Gutachter) angenommen wurde. AGS ist ein ehrwürdiges, bereits seit 1923 existierendes und zu den renommiertesten geowissenschaftlichen Zeitschriften in China gehörendes Publikationsorgan. In einem gleichfalls renommierten Verlag (John Wiley & Sons, Inc.) herausgegeben, muss sie sich auch international nicht verstecken, und wenn – zwar umstritten – der sogenannte Einflussfaktor (impact factor) von wissenschaftlichen Zeitschriften herangezogen wird, liegen z.B. American Mineralogist und Acta Geologica Sinica (English Edition) gleichauf.

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Ergänzung: Hier erscheint es angebracht, noch einmal auf den Wilhelm-Busch- Sauerkraut-Beitrag  Wofür sie besonders schwärmt…  zu verweisen, in dem wir den Tagungsbeitrag von 2017 (Abstract und Poster) von Robert Huber, Robert Darga und Hans Lauterbach angesprochen hatten. Dort hatten die Drei mal wieder Front gegen die Forschungen zum Chiemgau-Impakt und alle Erkenntnisse und Publikationen der Forscher zu diesem spektakulären Thema gemacht. Alles Pseudo-Impaktite sowie menschliche und Eiszeit-Bildungen, so ihre Schlussfolgerungen, bei denen auch der Chiemit nicht fehlen durfte. (Übersetztes) Zitat aus dem Poster von Huber, Darga und Lauterbach:

„Chiemit“

Befunde von bimsstein-artigem Kohlenstoff, der vom CIRT aus den Bayerischen Alpen und einer kleinen Insel des Chiemsees gesammelt wurde, wurden der Öffentlichkeit als „Chiemit“ vorgestellt. Viele Behauptungen in Bezug auf exotische Bestandteile wie diamantähnlichen Kohlenstoff und Carbin-ähnliche Minerale wurden aufgestellt. Wir konnten Proben von beiden Originalstandorten untersuchen. Sowohl die Farbe als auch der Habitus ähneln verwittertem Koks. Dies wurde durch eine vorläufige Element-Analyse bestätigt, die die identische chemische Zusammensetzung im Vergleich mit Koks nachwies.
Fazit: Das Material ist normaler Schmiedekoks und kein exotisches Material.

Chiemgau-Impakt: weiterhin Donnerloch-Gefahren

Neues Donnerloch in Heretsham, 3 km nordöstlich von Kienberg

direkt am Wohnhaus. Das Loch wurde erst jetzt entdeckt, da die Oberfläche mit Gartenpflaster belegt war. Die  Aufnahmen sind vom 24. Sept. 2018, nach einem vorhergehenden Unwetter. Durchmesser ca. 1,2 m, Tiefe 0,8 m. Die Öffnung wurde noch am gleichen Tag zugeschüttet, weil der Eingang wieder begehbar sein musste.

Fotos (Schiebl)

Chiemgau Impakt Donnerloch-Einbruch  Nachgesackter Boden mit Bruch des Gartenpflasters.
Chiemgau Impakt Donnerloch-Einbruch Terrasse am Haus Der Donnerloch-Einbruch unter dem Pflaster.
Chiemgau Komet Donnerloch-Einbruch Terrasse am Haus Der Blick in die Tiefe des Donnerlochs.

 

Ergänzung:

Der Einbruch direkt am Haus in Heretsham erinnert an ein vergleichbares Ereignis bei Kirchweidach im vergangenen Jahr, als ebenfalls unmittelbar an der Hauswand ein Donnerloch unter der Terrasse mitsamt den 30 kg schweren Gesteinsplatten eingebrochen war. Der Hauseigentümer fassungslos: „Wenn unsere Tochter da gestanden hätte ….“

Ausführlicheres zu den Donnerlöchern als Folge des Chiemgau-Kometen (Chiemgau-Impakt) ist hier in verschiedenen Beiträgen nachzulesen:

Das Donnerloch-Phänomen und der Chiemgau-Impakt: Ein neuer Baggerschurf, geophysikalische und geologische Befunde

Die Donnerlöcher von Kienberg, der Chiemgau-Impakt, und was es mit der Bodenverflüssigung auf sich hat

Die Donnerlöcher von Kienberg und das Landesamt für Umwelt (LfU), geologischer Dienst

Die Donnerlöcher von Kienberg und das Erdbeben von Kalabrien 1783

Noch einmal die Donnerlöcher von Kienberg

Chiemgau-Impakt und die Donnerlöcher: ein neues Kapitel

Der Chiemgau-Impakt hat sich erneut gemeldet: wieder ein Donnerloch-Einbruch bei Kienberg

Chiemgau-Impakt akut: Plötzliche neue Donnerloch-Einbrüche im Raum Kienberg

Chiemgau-Impakt: Artikel zur Impakt-Bodenverflüssigung (Liquefaktion)

 

Neue Kopfleiste („MetaSlider“)

Wenige Sekunden warten, und die Diaschau, die nach und nach ergänzt wird, beginnt. Zum längeren Betrachten Mauszeiger über die Kopfleiste. Abziehen, und die Schau läuft weiter. Pfeile links und rechts verschieben die Bilder.

 

Wofür sie besonders schwärmt, wenn er wieder aufgewärmt.

sauerkohl

In gewisser Weise wunderbar passend zum Museumstag im Impakt-Museum Grabenstätt und zum Erscheinen des neuen Flyers nutzen wir die Gelegenheit, das Wilhelm-Busch-Zitat in einen neuen Zusammenhang zu stellen.

Bei Wilhelm Busch (1832 – 1908)Max und Moritz – ist es Witwe Bolte, die für eine Portion von „dem Sauerkohle“ im Keller schwärmt.

Aufgewärmter Sauerkohl – daran erinnert stark ein neuer, ziemlich kläglicher Versuch der altbekannten Gegner des Chiemgau-Impaktes Robert Huber, Robert Darga und Hans Lauterbach, Front gegen die Forschungen zum Chiemgau-Impakt zu machen.

Auf der Tagung der EGU in Wien 2017 haben die Drei ein Poster präsentiert mit dem Titel: Pseudoimpactites in anthropocenically overprinted quaternary sediments (übersetzt: Pseudoimpaktite in anthropozän überprägten quartären Sedimenten)

Die Autoren sind: R. Huber, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Marine Umweltwissenschaften in Bremen, R. Darga, Leiter des Museums in Siegsdorf, H. Lauterbach, laut Poster und Abstract ohne irgendeine wissenschaftliche Zugehörigkeit oder erkennbare wissenschaftliche Qualifikation – vermutlich aber Hans Lauterbach aus Traunreut, der sich schon früher im Internet („Rimbao“) mit spaßigen „Analysen“ auf den Spuren des Chiemgau-Impaktes getummelt hat.

In dem Poster und dem zugehörigen Abstract, wohlgemerkt beides ohne ein einziges Literaturzitat, geht es um die seit mehr als 10 Jahren immer wieder aufgewärmten Argumente, sämtliche Impakt-Funde und -befunde hätten einen eiszeitlichen oder menschlichen Bezug. Nein …. wir wollen den Sauerkohl nicht auch noch wieder aufwärmen.

Aber bedanken wollen wir uns bei den Dreien für das feine Gelingen, dass international erneut Werbung für die gründlichere Beschäftigung mit dem Chiemgau-Impakt und seiner wissenschaftlichen Erforschung gemacht wurde.

Damit auch Sie, liebe Leser(innen) unserer Webseite, in den Genuss kommen – hier die Links zu Abstract und Poster

Und mit Blick auf die drei Autoren wollen wir wiederum mit Wilhelm Busch schließen:

Oft ist das Denken schwer – indes,

das Schreiben geht auch ohne es.

Gedanken sind nicht stets parat, 
man schreibt auch, wenn man keine hat.

 

Forschungsförderverein Chiemgau-Impakt: Sommerfest 2018 Landgasthof Goriwirt Egerer

 

Liebe Freunde und Mitglieder des Chiemgau Impakt e.V., 

wie jedes Jahr möchten wir Euch zum Sommerfest, diesmal in den Landgasthof Goriwirt, einladen. 

Treffpunkt: Freitag 03.08. 2018, 19 Uhr

Landgasthof Goriwirt
Truchtlachinger Straße 1
83339 Chieming-Egerer

Bei schönem Wetter haben wir Platz im Biergarten reserviert, ansonsten in der Gaststube.

Begleitend zu einem kleinen Vortrag über neue Befunde im Raum Egerer – Eglsee – Nußdorf wollen wir in einer lockeren und gut gestimmten Gesellschaft das eine oder andere Gespräch führen, egal ob Impakt oder andere Themen. Im Vordergrund steht auch an diesem Abend die Förderung der Gemeinschaft des Vereins.

Die Vorstandschaft würde sich freuen, Euch zahlreich begrüßen zu dürfen.

Mit lieben Grüßen, 

Hans-Peter Matheisl (Schriftführer)