Neuer Artikel zum Chiemgau-Impakt mit überraschenden Ergebnissen

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Besucher(innen) dieser Webseite,
Impaktforschung findet bekanntermaßen schwerpunktmäßig im Gelände oder im Labor statt, und eine reine Schreibtisch- bzw. Computer-Arbeit wird man eher nicht damit in Verbindung bringen. In dem (vorerst nur auf Englisch erschienenen) Artikel

The Digital Terrain Model (DTM) and the evaluation of known and the search for new craters in the Chiemgau meteorite impact strewn field [Anklicken zum Herunterladen]

wird über genau eine solche Arbeit, die die Impaktforschung zum Chiemgau-Impakt mit neuen Ergebnissen erheblich bereichert, berichtet.

Chiemgau Impakt Digitales Geländemodell Krater

Es handelt sich dabei um das Digitale Geländemodell DGM 1, das ein neuartiges Verfahren ist, die Geländeoberfläche mit einem LIDAR genannten, lasergestützten Scannen zu erfassen. Bei einem digitalen Messpunktraster von 1 m und einer vertikalen Auflösung von 20 cm stellt sich die reine Bodenoberfläche ohne störende Gebäude und Vegetation einschließlich von Wäldern dar. Computer-Darstellungen in Form von topographischen Karten mit Höhenlinien, wählbar zu beleuchtenden Schummerungs- und 3D-Karten und weitere Ergebnisse der Datenverarbeitung bieten in jüngster Zeit vermehrt erstaunlich aussagekräftige Bilder für viele Zwecke der geologischen Bearbeitung und in Ergänzung zu geophysikalischen Messungen. Bei der jetzigen Arbeit mit dem DGM 1 stehen insbesondere die Meteoritenkrater (nachgewiesene und vermutete) im Vordergrund, und es mag verblüffend klingen, dass die mit dem DGM 1 extrem hochaufgelösten Kraterformen zu einer beweiskräftigen Methode geworden sind, eine menschliche Konstruktion auszuschließen. Das gilt auch für alle Bestrebungen einiger weniger noch verbliebener Gegner des Chiemgau-Impaktes, nach wie vor die Krater generell als  Eiszeitlöcher zu „verkaufen“.